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Der Erste Weltkrieg

Die drei Berge Škarbijel (646 m), Skalnica – Sveta Gora (681 m) und Sabotin (609 m), die über Nova Gorica wachen, findet man in keinem Geschichtsbuch des Bergsteigens, obwohl Tausende bei den Eroberungsversuchen ums Leben kamen.  Nachdem Italien am 23. Mai 1915 Österreich-Ungarn den Krieg erklärt hatte, zog sich Österreich-Ungarn von der Landesgrenze in der flachen Tiefebene zurück und verteidigte seine Gipfelstellungen über dem Soča-Tal – die Isonzofront wurde eröffnet. Die folgenden elf Offensiven wurden von den Italienern eingeleitet. Die zwölfte und zugleich letzte Offensive mit dem Durchbruch in Kobarid wurde von vereinigten österreichisch-ungarischen und deutschen Truppen durchgeführt. Hinauf zu den Gipfeln, die heute bei Wanderern beliebt sind, führen zahlreiche Wege.  Da einige dieser Wege durch ehemalige Schützengräber und Kavernen verlaufen, wird neben Wanderschuhen auch eine richtige Ausrüstung empfohlen (Helm, Kopflampe).

Der Nova Gorica am nächsten gelegene Berg ist Škabrijel. Der Aufstieg zum Vratca-Pass (403 m) verläuft teilweise durch den Versorgungsgraben, wo uns ein in Stein gemeißeltes Buch, das Werk eines unbekannten Soldaten, begrüßt.  Am Gipfel stehen eine Gedenktafel für Soldaten, die am Berg gefallen sind, und ein Aussichtsturm.  Die blutigsten Kämpfe am Škabrijel fanden in der Elften Isonzoschlacht (17. August - 15. September 1917) statt, als der Gipfel unter heftigem feindlichem Kanonenfeuer stand. Dem Dauerbeschuss folgten Infanterieangriffe, die aber fruchtlos blieben. Dem Dauerbeschuss folgten Infanterieangriffe, die aber fruchtlos blieben. Kriegshistorikern zufolge überstanden die Bergverteidiger, unter denen sich insbesondere die Soldaten des 87. Infanterie-Regiments aus Cilli auswiesen, den bis damals härtesten Kampf der österreichischen Kriegseinheiten erfolgreich.

Das ganze Gebiet um Sabotin ist zum grenzüberschreitenden Friedenspark erklärt worden Der Aufstieg zum Sabotin ist aufgrund der vielfältigen Flora und Fauna, der herrlichen Aussichten und der steilen Berghänge über der Soča-Schlucht vielleicht einer der schönsten.  Hier treffen die Alpen, der dinarische Karst und der Mittelmeerraum aufeinander.  In der Schutzhütte und im Veteranenheim (die Ehemalige Grenzwache der Jugoslawischen Volksarmee) sind an den Wochenenden die Einnahme von Mahlzeiten sowie die Besichtigung mehrerer Ausstellungsstücke aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg und dem Unabhängigkeitskrieg möglich. Am genauesten ist die für Sabotin schicksalhafte Sechste Isonzoschlacht (6. – 17. August 1916) beschrieben,  als die italienischen Truppen die österreichisch-ungarischen Verteidigungskessel durchbrachen und den Gipfel eroberten.

Sveta Gora, die ehemalige Skalnica, ist vor allem ein Wallfahrtsweg und ein weiterer Punkt auf der slowenischen Gebirgstransversale.  Die Basilika Mariä Himmelfahrt wurde am selben Ort erbaut, wo der Schafhirtin Urška Filigoj 1539 die Heilige Maria mit dem Jesuskind erschienen sein soll.  Die heutige Kirche ist schon mindestens die vierte an gleicher Stelle und wurde im Stil des Neubarock in den Jahren 1924-28 nach Bauplänen von dem aus Pograd, Istrien, stammenden Architekten Silvan Barich (italienisch Baresi, 1884-1958 erbaut.

In Solkan befindet sich ein kleines Privatmuseum des Ersten Weltkriegs, das von Rok und Jordan Boltar eingerichtet wurde. Durch die Jahre sammelten viele Bürger Waffenüberreste, um sie als Schrott zu verkaufen, heute ist es vor allem eine Sammelleidenschaft. Im breiteren Raum des westlichen Slowenien und im benachbarten Gebiet von Italien trifft man auf zahlreiche Kriegsfriedhöfe, Denkmäler, Freilichtmuseen und Museen, private Museumssammlungen, Festungen, Beinhäuser, Kirchen, Kapellen und andere Überreste sowie Andenken der letzten Nachkommen, die vom Ersten Weltkrieg zeugen.      

 
Imbissstube und Museum Sabotin

Bogdan Potokar

m: +386 40 253 234



www.sabotin-parkmiru.si             

 

Kriegsmuseum Solkan – Privatsammlung

Rok und Jordan Boltar

Soška cesta 31, 5250 Solkan

Tel.: +386 5 300 55 43

Mobil: +386 40 437 476 Rok und 40 649 486 Jordan


http://vojni-muzej-solkan.com   


 

Verein Društvo soška fronta Nova Gorica

Ulica Nikole Tesle 19, 5290 Šempeter pri Gorici



www.drustvo-soskafronta.si       

 

Informationen zum breiteren Gebiet:

Die Einrichtung »Fundacija Poti miru v Posočju« (Stiftung Friedensweg im Soča-Tal)

Gregorčičeva 8, 5222 Kobarid

Tel.: +386 5 38 90 167



www.potmiru.si

 

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